+++ VERANSTALTUNGEN 2011
+++
Donnerstag, 20. Januar, 20 Uhr
3. Vorlese-Abend von <ausgesprochen > in der Frauenbibliothek
Vom kunstseidenen Mädchen und schweigenden Fischen
Gereimtes und Ungereimtes mit Margit Reinhard-Hesedenz und Siir Eloglu
Margit Reinhard-Hesedenz lehrt Sprecherziehung an der Hochschule für Musik des Saarlandes. Sie hat 2009 das Lesungs-Label „ausgesprochen“ gegründet.
Siir Eloglu hat in Saarbrücken studiert an der Schauspielabteilung der Hochschule für Musik und Theater. Danach Engagements an Stadttheatern und in bekannten TV-Serien („Stadtklinik“, „Tatort“). Zahlreiche Filmrollen u.a. bei Doris Dörrie. Mit dem aktuellen Schweizer Kinofilm „180 °“ ist sie in dieser Woche zu Gast beim Max-Ophüls-Festival.
An diesem Abend in der Frauenbibliothek stellen die beiden „Vorleserinnen“ ihre Lieblingstexte vor.
Der Eintritt ist frei.
Freitag 25. Februar, 18 Uhr
L-Talk:
Lesbengenerationen im Gespräch
Unter der Moderation von Carolina Brauckmann (Singer/Songwriterin und Moderatorin aus Köln) sprechen Frauen verschiedenster Generationen (20+ bis 60+) miteinander über Themen wie: Coming Out, Beziehungen, Diskriminierung, Lebensgefühl heute und damals, Feminismus, Vorbilder, Familie, Freundinnen...
In Kooperation mit dem LSVD Saar
Dienstag, 8. März, Saarbrücken und überall
Internationaler Frauentag
Mit rund 50 Veranstaltungen vom 25. Februar bis 10. April erinnert das Netzwerk »FrauenForum Saarbrücken« gemeinsam mit zahlreichen Saarbrücker Institutionen an den Internationalen Frauentag am 8. März.
Der Internationale Frauentag jährt sich 2011 zum 100. Mal.
Eine Broschüre des Frauenbüros der Landeshauptstadt Saarbrücken ist unter www.frauenbuero.saarbrücken.de herunterzuladen.
Tipp: 8. März, 18 Uhr Saarbrücker Schloss:
»Brot und Rosen und morgen noch mehr…«,
Revue mit Amei Scheib, Marina Kavtaradze und den DGB-Frauen ( veranst. DGB, Arbeitskammer, Frauenministerium, Regionalverband)
Samstag, 12. März, 13–18 Uhr,
Volkshochschule Saarbrücken
Frauenwelten
Frauenwelten ist eine Veranstaltung für Frauen. Sie bietet Workshops, orientalischen Tanz, Bands, eine Modenschau, Kurzfilme, eine Ausstellung saarländischer Malerinnen und internationale Speisen, aber auch Raum für Informationen und Gespräche. Neben dem AK Migrantinnen, dem Zuwanderungs- und Integrationsbüro ZIB und vielen anderen ist auch die Frauenbibliothek beteiligt.
Näheres unter: www.zib.saarbruecken.de
Download Flyer
Donnerstag, 31. März 2011, 19 Uhr
EINLADUNG
zur Buchvorstellung mit der Autorin
Susanne Nimmesgern:
Die Schmelzerinnen
Die Geschichte der „Schmelz“, so nannte man im Volksmund das St. Ingberter Eisenwerk, wird am heutigen Abend aus Sicht der Frauen vorgestellt. Die Historikerin Susanne Nimmesgern hat in ihrer Publikation „Die Schmelzerinnen“ (St. Ingbert, Röhrig Universitätsverlag 2010) einen Bogen von der Gründung des Werks im Jahr 1733 bis zur weitgehenden Einstellung der Produktion in den 1990er Jahren gespannt.
Auch in einer ausgesprochenen Männerdomäne trugen Frauen zum Gelingen des Ganzen bei, als Hilfskraft, Hausfrau oder Hüttenherrin.
Der Blick der Autorin folgt den „Schmelzerinnen“ in ihre prachtvollen Villen als Unternehmergattinnen oder in ihre engen Behausungen als Arbeiterfrauen mit Stall und Garten. Sie schaut den beiden Unternehmerinnen Catharina Loth und Sophie Krämer über die Schulter, wie sie im 18. und frühen 19. Jahrhundert die Schmelz nach dem Tod ihrer Männer jahrzehntelang leiteten. Dabei wird sichtbar, was es vor dem Hintergrund der Vor- und Frühindustrialisierung bedeutete, ein Eisenwerk zum Erfolg zu führen.
Als sich das bürgerliche Familienideal immer mehr durchsetzte, verschwanden Frauen auch hierzulande aus Leitungspositionen: Sie wirkten nun im Stillen hinter hohen Herrenmauern. Im 20. Jahrhundert treffen wir weibliche Beschäftigte erstmals in der Produktion als Granatenputzerinnen, Kranfahrerinnen, Zwangsarbeiterinnen oder Drahtflechterinnen an.
Susanne Nimmesgern gewährt einen lebendigen frauengeschichtlich fundierten Einblick in Werden und Vergehen des Eisenwerks, das die Geschichte der Stadt St. Ingbert in vielfacher Weise prägte.
Susanne Nimmesgern, geb. 1962, studierte an der Universität des Saarlandes Neuere Geschichte, Osteuropäische Geschichte und Slawistik. Sie war viele Jahre am Historischen Institut als Mitarbeiterin tätig, arbeitete an der Weltkriegsausstellung des Historischen Museums mit und beteiligte sich an verschiedenen regionalgeschichtlichen Forschungsprojekten zur Frauen-, Alltags- und Sozialgeschichte. Sie ist Autorin zahlreicher Aufsätze und mehrerer Chroniken.
Seit 2008 kümmert sie sich im Auftrag der Initiative Alte Schmelz St. Ingbert um die historische Aufarbeitung verschiedener Themen und deren touristische Vermarktung.
Der Eintritt ist frei.
Im Anschluss an die Buchvorstellung lädt der Verein „Initiative Alte Schmelz“ zum Umtrunk mit der Autorin.
Mittwoch, 06. April 2011, 19 Uhr
Vortrag und Diskussion mit Andrea Röpke über die Rolle extrem rechter Frauen in Politik, Sippe und Erziehung
»Ohne Frauen funktioniert gar nichts mehr in der Szene«
Download Flyer (1,2 MB)
Montag 11. April, 19:30 Uhr
Der Deutsche Juristinnenbund präsentiert:
Datenschutz im Saarland
Vortrag von
Judith Thieser
Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit im Saarland
Die Sensibilität der Bürgerinnen und Bürger hinsichtlich der Frage, was mit ihren persönlichen Daten geschieht, wer Zugriff hierauf haben darf und welche Gefahren in einem zu wenig beschränkten Umgang mit persönlichen Daten liegen können, ist je nach Umständen und Anlass sehr verschieden. Die „Datensammelwut“ des Staates, die noch im Jahr 1983 im Rahmen der damaligen Volkszählung in der Öffentlichkeit heftig kritisiert wurde und Anlass zu Protesten in der Bevölkerung gab, lässt die heutige Öffentlichkeit weitgehend kalt. Möglicherweise liegt das unter anderem auch daran, dass die in allen öffentlichen Bereichen tätigen Datenschutzbeauftragten sich bei Maßnahmen und Gesetzgebungsvorhaben schon frühzeitig und aktiv für den Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor unnötigen und unzulässigen Datenerhebungen durch die öffentliche Hand einsetzen.
Die Juristin Judith Thieser ist seit 2010 Datenschutzbeauftragte des Saarlandes und setzt in dieser Funktion nicht nur das Recht der saarländischen Bürgerinnen und Bürger auf Schutz ihrer Daten im öffentlichen Bereich durch, sondern auch das Recht auf freien Zugang zu amtlichen Informationen.
Worin die Arbeit der Datenschutzbeauftragten ganz konkret und praktisch besteht, welche Möglichkeiten sie besitzt, um ihre Ziele durchzusetzen, welche Messlatte dabei angelegt wird, über diese Themen wird die saarländische Datenschutzbeauftragte am 11.04.2011 ab 19 Uhr in der Frauenbibliothek Saar, Bleichstraße 4, 66111 Saarbrücken berichten. Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit zu einer Diskussion.
Der Eintritt ist frei.
Mittwoch 13. April, 18 Uhr
Was bedeutet eigentlich BPW?
Talkrunde des BPW für junge Frauen
Mittwoch 13. April 19 Uhr
Themenabend MENTORING –
als Tandem erfolgreich unterwegs
Referentin Ulrike Kessler,
Vizepräsidentin BPW Germany
Eintritt für Gäste des BPW: 10 €, für Mitglieder frei
Donnerstag 14. April, 14 Uhr
BPW präsentiert zum Girl’s Day:
»Chefin werden? Na klar!«
Talkrunde mit jungen Frauen in der Frauenbibliothek
Freitag 15. April, 19 Uhr
Der Lesbenring zu Gast in der Frauenbibliothek
- Vortrag von Ulrike Janz: Leben im Beginenhof
- Literarische Lesung von Jule Blum & Elke Heinicke aus ihrem Roman Dreivariantencouch (erschienen bei konkursbuch Verlag Claudia Gehrke)
Der erste Schlampenroman, eine Geschichte über Ost und West, die Auseinandersetzung mit unserer Vergangenheit und eine Liebe zu Dritt. Kerstin sitzt im Zug, sie reist zu ihrer Freundin Astrid. Eine ist aus Ost-, die andere aus Westdeutschland. Noch führen sie eine Fernbeziehung. Die Landschaft fliegt vorbei. Diesmal ist alles anders. In Oldenburg wartet nicht nur Astrid, sondern auch eine dritte Frau. Sex zu dritt. Kann das gehen? Wird sie nicht doch eifersüchtig werden? Es war alles besprochen, aber jetzt, als sich die Verwirklichung nähert, bekommt Kerstin Angst ... und lenkt sich mit Träumen und Erinnerungen ab. Eine aufregende Liebesgeschichte zwischen Ost und West, zwischen Leipzig, Heidelberg und Oldenburg, zwischen Zweisamkeit und Polyamory. Zugleich über die jüngste deutsche Geschichte ...
Montag, 20. Juni 2011,
17-21 Uhr
Kath. Pfarrheim, Hirtenwies 12, Saarbrücken Folsterhöhe
Neugierig auf Andere?! Vielfalt erfahren!
Ein Workshop des antidiskriminierungsforum saar, in dem die
frauenbibliothek saar mitarbeitet.
Unsere Gesellschaft ist vielfältig. Alles scheint möglich. Und doch gibt es vielerlei Diskriminierungen. Oft genug hören und spüren wir: »Die ist irgendwie anders« – behindert, schwarz, lesbisch, arm, klein, dick…
In diesem Workshop fragen wir: Was macht einen Menschen zu einem/einer Anderen? Was verbindet und was trennt uns, wenn wir uns für die Rechte bestimmter Gruppen einsetzen? Wie kommen wir unseren eigenen Stereotypen auf die Spur? Kann es gemeinsame Wege bei der Bekämpfung von Diskriminierungen geben?
Teilnehmen kann jede/r, die/der am Thema interessiert ist.
Der Eintritt ist frei.
Wir bitten um Anmeldung bis 10. Juni bei:
ErWachsen in Vielfalt
Karin Meißner/Sabine Nutsch
Telefon 0681-5845737
E-Mail: erwachsen-in-vielfalt(at)bfw.de
www.adf-saar.de
pdf-download der Einladung (0,7 MB)
Montag, 27. Juni 2011, 20 Uhr
Andrei S. Markovits:
Gekommen, um zu bleiben?
Frauenfußball in Europa und Amerika
Vortrag mit Diskussion (in deutscher Sprache)
Die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen ist das Sportereignis in diesem Jahr. In seinem Saarbrücker Vortrag zur Frauen-WM wird der amerikanische Sportwissenschaftler Andrei S. Markovits einen profunden Einblick in die Welt des Fußballs geben.
Über das eigentliche Sujet eines Sportvortrages zum Fußball hinaus, zeigt Prof. Markovits anhand der gesellschaftlichen Entwicklungen seit den 70er Jahren, wie stark diese Veränderungen auch den Sport beeinflussten. Der Eintritt der Frauen in die Welt des Sportes, etwa seit dieser Zeit, ist auch ein globales Phänomen, das eine wichtige kulturelle Verschiebung in den Geschlechterbeziehungen auf globaler Ebene deutlich macht.
Dabei ging es den Fußballerinnen nicht in erster Linie um einen feministischen Ansatz. Es ging ihnen nicht zuallererst darum, eine Männerdomäne anzugreifen und deren Sexismus abzuschaffen, sondern vielmehr darum, zu spielen wie die Männer: mit den gleichen Regeln, den gleichen Betrügereien, den gleichen Bällen, in den gleichen Städten, mit der gleichen Intensität und Härte. Frauen wollten den Wettbewerb genauso genießen, wie es Männer immer schon getan hatten.
Die letzten Jahrzehnte haben den Frauen eine eigene Stimme in der Welt des Profifußballs gegeben. Die hiesige Weltmeisterschaft wird diese Entwicklung sicher weiter voranbringen. Diesen Umstand zu analysieren und zu begleiten widmet sich unsere Veranstaltung.
Eine dem Saarbrücker Publikum bestens bekannte Filmregisseurin hat es dieser Tage auf den Punkt gebracht und könnte gewissermaßen das Motto des Abends sein: »Die Frauenfußball – WM kickt mich, weil die Kombination von Frau und Fußball ‚unmöglich’ ist!«, Sung –Hyung Cho, Max Ophüls Filmpreisträgerin, 2007. (Zur Zeit arbeitet Frau Cho an einem Filmprojekt zur Nahbeobachtung der DFB Frauennationalmannschaft.)
Prof. Andrei S. Markovits lehrt an der University of Michigan in Ann Arbor, USA. Von ihm sind zahlreiche Bücher und Publikationen (auch auf deutsch) erschienen.
www.andymarkovits.com
In Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung-Saar
Der Eintritt ist frei.

Donnerstag, 30. Juni 2011, 20 Uhr
Prof. Judith/Jack Halberstam
Low Theory: Transdisciplinarity and Queer Studies
(Vortrag/Diskussion in englischer Sprache!)
This talk uses »low theory,« (a term adapted from Stuart Hall’s work) and popular knowledge, to explore alternatives and to look for a way out of the usual traps and impasses of binary formulations; low theory tries to locate all the in between spaces that save us from being snared by the hooks of hegemony and speared by the seductions of consumption. But it also makes its peace with the possibility that alternatives dwell in the murky waters of a counter-intuitive, often impossibly dark and negative realm of critique and refusal. And so the talk darts back and forth between high and low culture, high and low theory, popular culture and esoteric knowledge, in order to push through the divisions between life and art, practice and theory, thinking and doing and into a more chaotic realm of knowing and unknowing.
Judith ‘Jack’ Halberstam is Professor of English, American Studies and Ethnicity, and Gender Studies at USC, Los Angeles, where she is also the Director of The Center for Feminist Research. Halberstam is a well known gender theorist who works in the areas of queer theory, visual culture, Gothic literature and the horror film, modern novel, postmodern culture, film and video, feminist theory, gender studies, and science/ animal studies with an emphasis on subcultures.
In Kooperation mit der Universität des Saarlandes , Fachbereich Anglistik, Amerikanistik und Anglophone Kulturen, Prof. Astrid Fellner und Jennifer Moos, M.A
(http://www.amerikanistik.uni-saarland.de)
Der Eintritt ist frei.
Gender-Queer-Workshop:
Download Flyer (141 KB) und Plakat (654 KB)
Donnerstag, 22. September 2011, 18 Uhr
„Sense and Sensibility“
oder was Jane Austen mit Entscheidungsfindung zu tun hat
Aktiv. Vortrag für Entscheidungsmuffel und alle, die ihr Vertrauen in die eigene Urteils- und Entscheidungsfähigkeit stärken und mehr darüber wissen möchten, WIE Sie Entscheidungen treffen (können).
Auch wenn Sie keine bekennende Jane Austen-Leserin sind, die herzergreifende Geschichte der beiden Schwestern Elinor und Marianne ist ein bildhaftes Beispiel für die zwei wesentlichen Aspekte bei der Entscheidungsfindung: Während Elinor streng rational entscheidet und handelt – selbst in Liebesdingen –, sind Mariannes Entscheidungen ganz und gar vom Impuls ihrer Gefühle bestimmt.
Auch im richtigen Leben sind wir täglich mit Entscheidungen konfrontiert, ob beruflich oder privat: „Ist dieser Job das Richtige für mich?“, „Will ich wirklich Führungskraft werden?“ „Soll ich die Kinder in das Feriencamp mitfahren lassen?“ – die bunte Palette unserer Entscheidungsfälle reicht von vergleichsweise „harmlosen“ Dingen bis hin zu existenziellen Fragestellungen. Doch egal, ob wir mit dem Verstand oder mit dem Bauch entschieden haben, mit so mancher Entscheidung fühlen wir uns unzufrieden bis unglücklich und wundern uns, weshalb es so schwer fällt, die getroffene Entscheidung auch umzusetzen. Eine entscheidende Rolle spielt dabei, wie gut wir neben bewussten auch unbewusste Informationen verarbeiten können. Aber wie können wir auf unbewusste Informationen bewusst zugreifen?
Diplom-Soziologin und KarriereCoach Andrea de Riz (www.deriz.de) erklärt, welche neurophysiologischen und psychologischen Aspekte dabei zusammenwirken. Sie gibt Impulse, wie Sie Ihre bewussten und unbewussten Entscheidungskriterien mit Verstand und Gefühl – mit sense & sensibility – deutlicher erkennen und nutzen können. Entdecken Sie in diesem Aktiv.Vortrag, welcher „Entscheidungstyp“ Sie sind und schaffen Sie so eine gute Basis für künftige Entscheidungen.
http://www.deriz.de
Freitag, 21. Oktober 2011, 19 Uhr
Patientenverfügung -
wie stelle ich sicher, dass die Ärzte mich im Ernstfall entsprechend meinen Vorstellungen behandeln?
Wir alle können unabhängig von Alter und Gesundheit einmal in eine Lage geraten, in der wir die Entscheidung über wesentliche, insbesondere medizinische Fragen nicht mehr selbst treffen oder unseren diesbezüglichen Willen nicht mehr nach außen kommunizieren können.
Was passiert mit mir, wenn ich krank bin und mich nicht mehr äußern kann? Welche lebenserhaltenden oder lebensverlängernden ärztlichen Maßnahmen sollen in welchem Umfang und bei welchem Krankheitszustand (nicht) an mir vorgenommen werden? Wie sieht es beispielsweise mit künstlicher Beatmung oder künstlicher Ernährung aus? Und was muss ich zur juristischen Situation wissen?
Die erfahrene Medizinerin Dr. Margit Hasler-Hepp wird diese Fragen anschaulich mit der Zuhörerschaft besprechen und vor allem die jeweils zu entscheidenden Einzelfragen der Muster-Patientenverfügung des Bundesjustizministeriums konkret so erklären, dass sie für medizinische Laien verständlich sind.
Rechtsanwältin Christiane Schreiber, Vorsitzende der früheren Kommission „Ältere Menschen“ des Deutschen Juristinnenbunds, wird den juristischen Rahmen abstecken und diesbezügliche Fragen beantworten.
In Kooperation mit dem Deutschen Juristinnenbund
Eintritt frei
Donnerstag, 27. Oktober 2011, 19 Uhr
Musikalische Lesung
Ulrike Bail liest aus: »wundklee streut aus«
Nadine Eder begleitet auf der Querflöte
Die töne haben eine haut / die zieht sich theodora über / geht sie zur nacht / siebeneinhalb oktaven / verzögert sie das fallen / bis sie trunken vom sostenuto / unter dem flügel ruht
Ulrike Bail, geb. 1960 in Metzingen, arbeitet freiberuflich als Schriftstellerin, Professorin für Altes Testament und Dozentin für Deutsch in Luxemburg. 2008 erhielt sie den Lyrikpreis der Gesellschaft für Osteuropaförderung.
Eintritt frei
Mittwoch, 9. November 2011, 18 Uhr
Eva Nitschinger:
Wie Menschen lernen, Ihre Gedanken zu erkennen und zu prüfen
(The Work von Byron Katie)
Themenabend BPW
(Eintritt für Nicht-Clubmitglieder: 10 €)
Donnerstag, 10. November 2011,
19 Uhr
Vortrag Prof. Barbara Vinken
Die deutsche Mutter: Warum sich Frauen heute immer noch zwischen Kindern und Karriere entscheiden müssen
Frauen in Deutschland, der Schweiz und Österreich zeigen sich mit ihrer Situation ausgesprochen zufrieden, obwohl diese drei Länder im europäischen Vergleich relativ »schlechte« Frauenkarrieren und eine in Europa einmalige schlechte schulische Versorgung aufweisen – kaum Ganztagskinderkrippen, Ganztagskindergärten und Ganztagsschulen. Entgegen unserer Annahme, ein emanzipiertes Volk zu sein, haben Frauen hierzulande die Norm »deutsche Mutter« so verinnerlicht, dass sie glauben, Kinder und Karriere nicht vereinbaren zu können. Frauen sehen es hier als IHRE Aufgabe an, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Ein Blick über die Grenzen ist da hilfreich: für Französinnen und Schwedinnen ist es ganz normal, zwei Kinder zu haben UND Ärztin oder Anwältin zu sein.
Höchste Zeit, dass wir uns und unsere verinnerlichten Normen nicht für die natürlichste Sache der Welt halten, sondern sie einmal in einem anderen Licht betrachten.
Barbara Vinken, Ph.D., Professorin für Romanistik an der Universität München. Gastprofessuren in New York, Paris, Baltimore und Berlin. 2011 Gastdozentin an der ZfL (Berlin). Zahlreiche Publikationen, u.a. Die deutsche Mutter – Der lange Schatten eines Mythos (2001/2007). Barbara Vinken arbeitet im Moment an einem Buch über die Mode.
Eintritt 3,- €
Mittwoch, 30. November 2011,
19 Uhr, Rathausfestsaal Saarbrücken
PRÄSENTATION Broschüre, Ausstellung, Konzert
Aktuell und
wegweisend:
Neue FrauenStraßenNamen für Saarbrücken!
- »wegweisend: Mehr FrauenStraßenNamen für Saarbrücken« (Petra Messinger / Dr. Annette Keinhorst: Präsentation der neuen Benennungsvorschläge)
- Ausstellung »Saarbrückerinnen im Porträt«: 20 großformatige Tafeln mit Porträts von bedeutenden Frauen der Stadtgeschichte
- »Was du nicht hast, das gib nicht verloren«– Cora Eppstein im Portrait
Jüdische Abstammung, deutsche kulturelle Tradition und antifaschistisches Engagement – das sind die Wurzeln der künstlerischen Identität der Sängerin Cora Eppstein. Ihr bewegtes Leben, Auftritte und Konzerte, sowie ihre Begegnungen mit Weggefährtinnen und Zeitgenossen im Abstimmungskampf an der Saar 1933 – 1935 ist Anlass für ein Kurzportrait mit Liedbeiträgen und historischen Dokumenten.
Amei Scheib: Gesang / Texte; Marina Kavtaradze: Klavier
Anschließend Umtrunk
Eintritt frei
Veranstalterinnen: FrauenSichtenGeschichte (AG Frauenbüro der LH Saarbrücken/Frauenbibliothek Saar)
Donnerstag, 8. Dezember 20 Uhr
Dr. Nivedita Prasad
Sturm im Wasserglas
Wenn Frauen im Schwimmbad unter sich sein wollen und die Diskussion baden geht
Frauen wollen schwimmen und Wassersport treiben. Deutsche und Migrantinnen gemeinsam. Aber ohne Männer. Die Wogen schlagen hoch: Von "Burka-Schwimmen" ist in den Medien die Rede, der Wunsch nach geschlechtergetrennten Angeboten scheint die Emanzipation zu bedrohen, über das Internet greifen rassistische Foren in die Saarbrücker Diskussion ein. Was steckt hinter der Aufregung? Warum entzünden sich regelmäßig Konflikte, wenn es um Frauen, Migration, Islam geht? Und: Welche Freiräume, welche Nischen braucht es?
Impulsreferat von Dr. Nivedita Prasad/Berlin und Diskussion. Die Referentin ist wissenschaftliche Autorin und Mitarbeiterin bei »Ban Ying« und arbeitet als Dozentin für verschiedene Universitäten zu den Themen Rassismus, Migration, Diskriminierung und Menschenrechte. Promotion zum Thema »Gewalt gegen Migrantinnen«.
Montag, 19. Dezember, 19 Uhr
Literarische Zeitreise durch ein Viertel Jahrhundert
Die Schauspielerin Eva Coenen liest Skurriles, Spannendes und Nachdenkliches von Frauen für Frauen in der Frauenbibliothek Saar zum 25jährigen Jubiläum des Frauennotruf Saarland.
Regelmäßig Clubabende
des Business and Professional Women‘s Club
BPW Saarbrücken
In Kooperation mit der Frauenbibliothek
Info: TEL 0681-9388023 |